Prostata - Karzinom

Das Prostata-Karzinom ist eine Krebsgeschwulst der Vorsteherdrüse.

Das Prostata-Karzinom zählt mit zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann.

In der Regel tritt Prostatakrebs nach dem 50. Lebensjahr auf. Die Ursachen des Prostata-Karzinoms sind unbekannt, aber es werden gewisse auslösende Faktoren vermutet:

  • Da man weiß, dass das Risiko, an einem Prostata-Karzinom zu erkranken, 5 - 10 mal höher ist bei Männern, von denen nahe Familienangehörigen an Prostatakrebs leiden, vermutet man genetische Ursachen.
  • In Japan und bei anderen asiatischen Völkern ist das Prostata-Karzinom weniger verbreitet als bei uns. Daraus schließt man, dass ethnische Unterschiede und die Ernährung eine Rolle spielen (Fette, Vitamin A und C)

Diagnostik

Im Anfangsstadium verursacht das Prostata-Karzinom keine Beschwerden..

Sollte bei einer rektalen Untersuchung eine suspekte Prostata getastet werden, werden zur weiteren Abklärung folgende Untersuchungen veranlaßt:

  • PSA (Bestimmung des prostataspezifischen Antigens im Blut, bei Erhöhung ®
  • Biopsie der Prostata (Gewebeentnahme)
  • Untersuchungen der Harnwege durch Ultraschall oder Röntgen
  • Computertomographie des Abdomens und kleinen Beckens
  • Knochenszintigraphie

In einem fortgeschrittenen Stadium können auftreten:

    • Beschwerden beim Wasserlassen (häufiges Wasserlassen, Blut im Urin)
    • Harnverhalt
    • Knochenschmerzen, ein schlechter Allgemeinzustand

Krebsfrüherkennung und Vorsorge

Nachdem die Bestimmung des PSA-Wertes immer öfter durchgeführt wird, können Prostata-Karzinome oft schon im Anfangsstadium erkannt werden. Leider schließt die Vorsorge diese Krebsfrüherkennungsmaßnahme nicht ein.

Behandlung

Je nach Alter und Allgemeinzustand des Patienten und dem Krankheitsstadium kommen folgende Methoden in Frage:

  • keine Behandlung

wenn als Zufallsbefund bei einem alten Mann in schlechtem Gesundheitszustand ein Prostata-Karzinom diagnostiziert wird, verzichtet man im allgemeinen auf eine Therapie, da diese oft eher schadet als nutzt. Der Patient muß selbstverständlich in regelmäßiger Beobachtung bleiben, damit bei Verschlechterung eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden kann.

  • Radikale Prostatektomie

Methode der Wahl beim Prostata-Karzinom, wenn keine Metastasen nachweisbar sind. Der Patient muß sich in einem guten Allgemeinzustand befindet, um diesen relativ großen Eingriff zu verkraften. Die Lebenserwartung sollte deshalb ca. 10 Jahre betragen.

  • Strahlentherapie (extern oder seeds)

Wird angewandt beim nicht metastasierten Prostata-Karzinom, wenn der Patient nicht operiert werden kann oder den Eingriff ablehnt.

  • Hormontherapie

Palliative Behandlung bei bestehenden Metastasen.

Manchmal ist es notwendig, verschiedene Behandlungsformen zu kombinieren.

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