Die Prostata - Definition

Definition

Die Prostata ist eine Drüse, die unterhalb der Blase und vor dem Rektum liegt. Sie umgibt die Harnröhre. Die Prostata produziert ein Sekret, das einen wesentlichen Anteil der Samenflüssigkeit darstellt. Entgegen der allgemeinen Vorstellung hat die Prostata keinen direkten Einfluß auf den Geschlechtsverkehr. Weder ist sie für die Libido noch für die Erektion verantwortlich.

Allerdings ist sie am Mechanismus der Ejakulation beteiligt. Ihre Sekretion ist erforderlich für eine regelrechte Zusammensetzung der Samenflüssigkeit. Die korrekte Funktion der Prostata wird durch männliche Hormone, vor allem das Testosteron gesteuert.

Beschreibung

Die Prostata hat die Form einer Eßkastanie. Ihre Größe und ihr Gewicht sind altersabhängig. Bei der Geburt wiegt sie nur einige Gramm, im Alter zwischen 25 und 40 Jahren erreicht sie ein ungefähres Gewicht von 15 - 20 Gramm. Danach vergrößert sie sich regelmäßig. Wenn es zu einem Prostata-Adenom kommt, kann sie sogar das Gewicht von über 100 Gramm überschreiten. Die Prostata ist eine exokrine Drüse, d.h. sie besteht aus Gewebe, welches Substanzen sezerniert (absondert) und in Kanäle abgibt. Diese Substanzen sind notwendig, damit der Mann zeugungsfähig wird. Im hinteren und oberen Bereich grenzt die Prostata an die Bläschendrüse und die Samenleiter. Diese enthalten die Samenfäden aus den Hoden. Der Teil der Harnröhre, der durch die Prostata geht, kann je nach Größe oder Beschaffenheit der Prostata eingeengt werden. Auch die Blase, die auf der Prostata liegt, kann durch die Prostataveränderungen betroffen sein.. Daher muß man bei häufigem Wasserlassen und einem schwächeren Harnstrahl auch immer an eine krankhaft veränderte Prostata denken.Auch junge Männer können von Erkrankungen der Prostata betroffen sein (akute Prostatitis), vor allem aber sind es Männer ab 50 Jahren.

Gutartige Erkrankungen der Prostata (akute Prostatitis, chronische Prostatitis, gutartige Vergößerung der Prostata) bewirken - im Gegensatz zur allgemeinen Meinung - nicht die Bildung von Prostatakrebs.

Ein Patient kann sogar an diesen drei Erkrankungen gleichzeitig leiden, was natürlich die Diagnostik für den Arzt erschwert.

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