Penis und Harnröhre

Phimose
Paraphimose
Hypospadie - Epispadie
Peyronie'sche Erkrankung oder Induratio penis plastica
Peniskarzinom
Balanitis und Feigwarzen
Priapismus
Impotenz
Penisfraktur und Frenulumeinriß

Phimose

Die Phimose ist eine angeborene oder erworbene Verengung der Vorhaut. Die Vorhaut läßt sich nicht über die Eichel streifen.

Ursache: angeboren oder durch häufige Entzündungen narbige Enge
Behandlung: bei Kindern besteht die Möglichkeit, durch Salben (Östrogen- oder steroidhaltig) das Gewebe zu lockern. Bei ausbleibendem Erfolg ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich.
Die Vorhaut kann durch einen kleinen Schnitt geweitet werden, sie kann teilweise oder auch komplett entfernt werden siehe: Phimoseoperation beim Kind. Phimoseoperation beim Erwachsenen

nach oben

Paraphimose

Die zurückgestreifte Vorhaut läßt sich nicht mehr über die Eichel ziehen. Bei einer Erektion bildet sich ein Schnürring. Ein schmerzhaftes Ödem kann entstehen und die Eichel schwillt blaurot an. Dieser Zustand muß als urologischer Notfall betrachtet werden, denn es kann zu einem Gefäßverschluß und einer Nekrose der Eichel kommen..

Therapie: Der Urologe versucht, die Eichel zu komprimieren, um dann die Vorhaut wieder über die Eichel zu ziehen. Eventuell ist ein kleiner Schnitt erforderlich. Auf jeden Fall muß die Vorhautenge später operativ beseitigt werden. Siehe: Phimoseoperation beim Erwachsenen

Impotenz oder erektile Dysfunktion

nach oben

Priapismus

Als Priapismus muß jede schmerzhafte Erektion des Penis ohne sexuelle Erregung angesehen werden, die länger als 2 Stunden besteht.
Ursachen können sein: neurofunktionelle Störungen, Verletzung oder Kompression einer bestimmten Rückenmarksregion, multiple Sklerose, Myelitis, Prostataadenom, Nikotin- und Alkoholmißbrauch, Blei- und Kohlendioxydvergiftung.

Heute ist nicht selten eine SKAT Therapie bei Impotenz dafür verantwortlich. Das Einspritzen eines Medikamentes in die Schwellkörper des Penis kann dazu führen, dass das Blut aus den Schwellkörpern nicht mehr abfließt. Ein sofortiges Aufsuchen des Urologen zum Absaugen von Blut aus den Schwellkörpern ist sehr wichtig, da es sonst zu Nekrosen und Fibrosen kommen kann.

nach oben

Balanitis

Entzündung der Vorhaut
Ursache: Vorhautenge, Einrisse der Vorhaut, Infektion mit verschiedenen Erregern
Therapie: lokale antibiotische Behandlung, in manchen Fällen ist die Einnahme von Antibiotika erforderlich

Feigwarzen - Genitalwarzen od. Condylomata durch Humanpathogene Papillomviren (HPV)

Über Mikroverletzungen gelangen die Viren in die Haut. Die Infektionen bleiben entweder unerkannt oder rufen zunächst gutartige Tumoren hervor, die als Warzen, Papillome oder Kondylome auftreten.

Ob es sich um Feigwarzen handelt, stellt man durch den Essigsäure-Test fest.
Therapie: Salbenbehandlung z.B. Aldara, Kältetherapie, Laser etc. chirurgisches Entfernen
Vorsicht mit Salben bei Schwangerschaft, Kondomschutz ist während der Behandlung anzuraten.

nach oben

Hypospadie

Angeborene Mißbildung der Harnröhre. Die Harnröhrenmündung liegt unterhalb ihrer normalen Stelle.

Therapie: operative Korrektur

Epispadie

Angeborene Mißbildung der Harnröhre. Die Harnröhrenmündung liegt oberhalb ihrer normalen Stelle.

nach oben

La Peyronie'sche Erkrankung oder Induratio penis plastica

Diese Krankheit wurde 1743 von Francois Gigot de La Peyronie beschrieben. Er war erster Chirurg Ludwig des XV. und Gründer der Königlichen Chirurgischen Akademie.

Die Tunica albuginea, die Hülle der Schwellkörper weist bindegewebsartige Veränderungen in Form von Fibrosen auf. Schmerzen und eine Verkrümmung des Penis bei der Erektion sind die Folge. Zur Zeit gibt es kein Medikament, das wirklich heilen kann. Die einzige effektive Behandlung ist die operative Korrektur.

Ursache: unbekannt, aber man vermutet eine Immunerkrankung. Oft treten die Dupuytrensche oder die Ledderhose Erkrankung gleichzeitig auf (fibrotische Veränderungen der Innenhand oder der Fußsohle).
Die Krankheit ist relativ selten.

Nicht operative Behandlungsmethoden:

Medikamente:
zum Einnehmen - Vitamin E, Potaba, Tamoxifen, Colchizin, Porcarbazin
zur örtlichen Behandlung - Steroide, Orgotein, Collagenase Kalziumblocker (Verapamil), Interferon

Ultraschall

Radiotherapie

Ionophorese

Stoßwellenbehandlung

nach oben

Penisfraktur

Durch Quetschung des erigierten Penis entstandener Riß der Schwellkörper.
Eine sofortige Operation ist erforderlich. Ein Katheter darf nicht gelegt werden

Frenulumeinriß

Bei Geschlechtsverkehr kann das Frenulum (Bändchen am Penis) einreißen, wenn es etwas zu kurz ist. Ein kleiner Schnitt reicht aus, um das Bändchen zu verlängern

nach oben

Peniskarzinom

Relativ seltene Krebsgeschwulst. Kann z.B. durch chronische entzündliche Reizungen
entstehen.

nach oben


 

 

© webdesign 1999by TimmNet