|
Die Nieren sind Organe, die Urin produzieren, nachdem sie das Blut gefiltert haben, um Abfallprodukte auszuscheiden. Der Urin wird in Kelche ausgeschieden, die als Gruppe das Nierenbecken bilden. An das Nierenbecken schließt der Harnleiter an, der dann in die Blase mündet. Normalerweise
sind die Nieren paarweise angelegt. Es kommt aber vor, dass eine Niere
sich nicht entwickelt oder später schrumpft. Bei gewissen Krankheiten
kann es sein, dass eine Niere entfernt werden muss. Um festzustellen, ob eine Nierenerkrankung vorliegt, wird zunächst eine Blutuntersuchung durchgeführt. Das Kreatinin steigt im Falle einer Einschränkung der Nierenfunktion an. Der Normalwert liegt je nach Geschlecht zwischen 1,0 und 1,2 mg/dl. . In einigen Fällen reicht die alleinige Bestimmung des Kreatininwertes nicht aus. Zur genaueren Beurteilung wird eine Clearence durchgeführt. Hiermit kann man messen, welche Blutmenge die Nieren in einer Minute von Kreatinin befreien können. |
| Die
wichtigsten Ursachen urologischer Erkrankungen von Nieren und Harnleiter:
Die Erkrankungen des Nierengewebes werden von den Nephrologen behandelt und fallen nicht in den urologischen Bereich. |
Zu den Missbildungen der Nieren zählen die Einzelniere, die Doppelniere (d.h. eine Niere ist doppelt angelegt, oft mit doppeltem Harnleiter) und die Harnleiterabgangsstenose. Die
Harnleiterabgangsstenose ist eine Verengung am Übergang zwischen
Nierenbecken und Harnleiter. Dies Enge kann angeboren oder erworben
sein. Die Harnleiterabgangsstenose kann bei Männern und Frauen jeden Alters auffällig werden, aber häufig wird die Diagnose im frühen Erwachsenenalter gestellt. Symptome In
der Regel führt eine Harnleiterabgangsstenose zu Schmerzen in
der Lendengegend, die oft nur bei Aufnahme großer Flüssigkeitsmengen
auftreten.
Bei
einer Ultraschalluntersuchung kann ein erweitertes Nierenbecken festgestellt
werden. Weiterhin
kann man den Harnleiter und das Nierenbecken retrograd darstellen,
d.h. eine Blasenspiegelung wird durchgeführt und ein dünner
Katheter, über den das Kontrastmittel gespritzt wird, wird in
den Harnleiter geschoben.
Behandlung. Konservativ Operativ: |
|
Nierenzysten Die
Nierenzyste ist ein gutartiger Tumor, der aus einer feinen glatten
Haut besteht, die komplett mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Es handelt sich um einen erworbenen und nicht angeborenen Schaden
der Niere. Die Zysten können einzeln und mehrfach, ein- oder
beidseitig auftreten. Da sie in den meisten Fällen keine Symptome
verursachen kann man die Häufigkeit nur schätzen. Man vermutet
sie bei 50% der Erwachsenen. Die meisten Zysten werden oft erst bei
Patienten über 50 Jahren entdeckt. Die toxische Theorie – bei toxischen Nierenerkrankungen als Begleiterscheinung Die Theorie der Abflußbehinderung - Zysten als Folge von Abflussbehinderungen des Harntraktes
In
70% der Fälle treten keine Symptome auf. Man entdeckt die Zysten
oft nur als Nebenbefund z.B. bei einer Ultraschalluntersuchung. Große
Zysten oder nahe der ableitenden Harnwege gelegene Zysten können
Flankenschmerzen verursachen oder sind als Masse zu tasten. Im
Ultraschall ist eine regelmäßige, glatte runde Masse zu
sehen. Die Flüssigkeit lässt den Ultraschall durch, daher
ist kein Gewebe zu erkennen.
Blutungen
in der Zyste Zysten in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen In
15% der Fälle treten Zysten gleichzeitig mit Harnsteinen auf.
Behandlung In
den meisten Fällen wird die Zyste nicht entdeckt und eine Behandlung
ist nicht erforderlich In
manchen Fällen werden sie punktiert und dadurch geleert, bei
Rezidiven kann eine operative Entfernung der Zyste notwendig werden.. |
|
Das Nierenkarzinom Das Nierenkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der sich aus Nierengewebe entwickelt hat.
Diagnostik Die
meisten an Nierenkrebs erkrankten Patienten weisen keine Symptome
auf.. Aber im Gegensatz dazu haben bereits 20% der Patienten Metastasen,
wenn die Diagnose gestellt wird. Das Beschwerdebild beim Nierenkarzinom
kann sehr unterschiedlich und atypisch sein. Symptome:
Ein nicht behandeltes Nierenkarzinom wächst sehr schnell und führt zu Lymphknotenmetastasen sowie Absiedelungen in Darm und Lunge.
Solange das Nierenkarzinom lokal begrenzt ist, stellt die komplette Entfernung der Niere die Methode der Wahl dar. In einigen Fällen, wenn der Tumor klein ist oder beidseitig vorkommt, kann eine teilweise Entfernung der Niere erwogen werden. Bei kleinen Tumoren unter 3 cm, die zufällig bei älteren Patienten in vermindertem Allgemeinzustand entdeckt werden, kann man zunächst abwarten und die Entwicklung des Tumors durch Ultraschall und Röntgenuntersuchungen kontrollieren. Oft handelt es sich dabei um gutartige Adenome. Behandlungsmethoden
wie Chemotherapie oder Bestrahlung haben beim Nierenkarzinom wenig
Erfolg. Weitere Nierentumoren: Das
Nierenbeckenkarzinom (bösartig, Symptom: Blut im Urin ) Das
Onkozytom (gutartig, selten) |
|
|