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Die Blase ist ein Hohlorgan. Ihre Aufgabe ist es, den Urin zu sammeln und ihn in regelmäßigen Abständen aktiv und kontrolliert auszustoßen. Die Blase eines Erwachsenen kann zwischen 300 und 500 ml Urin fassen. Wenn die Blase voll ist, wird dem Gehirn durch ein Signal mitgeteilt , dass es nötig ist, die Blase zu entleeren. Die Miktion ist normalerweise willkürlich und vollständig. Die Kontinenz, d.h. den urin zu halten, ist nur durch eine gesunde und funktionstüchtige Blase gewährleistet. Allerdings spielen auch andere Organe für ein korrektes Funktionieren der Blase eine Rolle:
Verschiedene Krankheiten können die Blase befallen:
Die akute Zystistis Die akute bakterielle Blasenentzündung ist eine plötzlich auftretende Entzündung der Blasenschleimhaut hervorgerufen durch Bakterien. Ursachen Meist handelt es sich um eine Harnwegsentzündung mit banalen Erregern, von den die häufigsten sind: Colibakterien, Enterokokken, Proteus mirabilis und Streptokokken. Diese Keime sind auch im gesunden Zustand im Körper, vor allem im Darmbereich. Vor allem Frauen sind von der akuten Blasenentzündung betroffen. Die weibliche Anatomie der unteren Harnwege erleichtert aufgrund der kurzen Harnröhre das Eindringen von Bakterien, die durch die Harnröhre in die Blase gelangen. Weitere Gründe können sein: -
winzige Verletzungen hervorgerufen durch Geschlechtsverkehr
Bei
der körperlichen Untersuchung ist der Druck auf die Blase oft
mit Schmerzen verbunden. Untersuchungen: Urinuntersuchungen dienen dazu, festzustellen, ob weiße und rote Blutkörperchen im Urin zu finden sind. Außerdem ist es sinnvoll, vor allem bei häufigen Entzündungen, den Erreger zu bestimmen, um eine gezielte und testgerechte Behandlung vornehmen zu können. Eine weiterführende Diagnostik - wie Röntgen, Ultraschall oder Blasenspiegelung - wird selten bei einer einfachen Zystitis durchgeführt.
Einfache Maßnahmen können ein Abheilen der Blasenentzündung beschleunigen und Rezidive verhindern: -
Blasentee Mit ein Breitbandantibiotikum kann innerhalb von wenigen Stunden die Blasenentzündung wirksam behandelt werden, manchmal dauert es 1-2 Tage. Die Behandlungsdauer wurde in vielen wissenschaftlichen Studien untersucht. Diese Studien haben gezeigt, dass eine Kurzbehandlung (3 Tage) oder gar eine Einmaldosierung bei einer nicht komplizierten Zystitis in der Mehrheit der Fälle ausreichen. Die rezidivierende Blasenentzündung Man
spricht von einer rezidivierenden Blasenentzündung, wenn mehr
als 2-3 Infekte im Jahr auftreten. -
anatomische Mißbildungen (Harnröhrenstenose) Untersuchungen: -
Ultraschalluntersuchungen des Harntraktes Doch in den meisten Fällen liegen keine organischen Gründe vor und die Untersuchungsergebnisse sind ohne auffälligen Befund. Behandlung Das
Hauptproblem bei den wiederkehrenden Blasenentzündungen besteht
- sofern organische Ursachen ausgeschlossen sind - in der Verhütung
weiterer Infekte. -
Einmaldosis eines Antibiotikums nach dem Geschlechtsverkehr, wenn
dies der Auslöser für die Entzündungen ist Selbst bei chronischen Infekten kann es durch das Einbringen einer Silbernitratlösung in die Blase Methode gelingen, die ständige Einnahme von Antibiotika zu vermindern oder gar unnötig zu machen. Die interstitielle Zystitis Beschreiben
kann man diese Krankheit in etwa so: ein schmerzhafter Zwang, jede
halbe Stunde wasserlassen zu müssen, egal ob am Tag oder in der
Nacht. Die Bezeichnung interstitielle Zystitis wurde zum ersten Mal 1887 bei Frauen angewandt, die eine Inflamation der Blasenschleimhaut aufwiesen. Diese Krankheit wird als selten angesehen. Hauptsymptome sind die Frequenz und die Schmerzen beim Wasserlassen, sowohl am Tag als auch in der Nacht. Beim Wasserlassen verschwindet der Schmerz, tritt aber wieder auf, sobald die Blase sich erneut füllt. Der Harndrang kann so stark sein, dass es zu unwillkürlichem Urinverlust kommt. Eine Infektion besteht nicht. Diagnostik: Die Blasenspiegelung ist die wichtigste Untersuchung zur Abklärung dieser Krankheit. Sie muß in Vollnarkose durchgeführt werden, denn um kleine Blutungen unter der Schleimhaut (typischer Befund) feststellen zu können, muß die Blase gedehnt werden. Die Blase füllt sich langsam mit einer Kochsalzlösung bis zum maximalen Fassungsvermögen. Diese Untersuchung ist gleichzeitig der erste Behandlungsschritt, weil danach in 50% der Fälle eine Besserung eintritt. Eine Biopsie wird ebenfalls durchgeführt, damit ein Blasenkrebs ausgeschlossen werden kann. Es werden folgende Ursachen vermutet: -
Infektionen
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Man kann die Blase wie oben beschrieben füllen und weiten oder
Medikamente in die Blase instillieren, die zum Ziel haben, die Schleimhaut
abzutragen, damit gesunde Schleimhaut nachwächst.
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